Aktuelles aus dem Kreisverband
Die nächsten Nachbarschaftsküchen stehen fest: 21.03. 12-14 Uhr in Weingarten, beim EKZ 28.03. 12-14 Uhr in Landwasser, beim EKZ Weiterlesen
Mittwoch, 25.02. 16:00 Uhr Betzenhauser Torplatz Am vergangenen Samstag wurde eine öffentlich installierte Lichtinstallation am Betzenhauser Torplatz, die anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan angebracht worden war, von bislang unbekannten Tätern beschädigt. So wurden mehrere Kabel der Beleuchtung durchtrennt und zudem ein Banner… Weiterlesen
Mach mit bei unserer Haustüraktionswoche vom 7.-15. Februar! Weiterlesen
Heidi Reichinnek mit Sarah Schnitzler und Sebastian Böhm im Gespräch Die Mieten im Land explodieren. Bus und Bahn sind zu teuer. In Kitas und Pflege fehlen tausende Stellen. Kriege und Despoten bedrängen die Welt. Doch die grün-schwarze Landesregierung blockiert echte Verbesserungen für die Menschen, während Rüstungskonzerne und Immobilienhaie… Weiterlesen
Mit klaren Worten kritisieren die Sprecher*innen der Kreisverbände der Partei Die Linke Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg sowie die Landtagskandidat*innen Eric Waibel, Sarah Schnitzler und Sebastian Böhm die heute verabschiedete Schließung der Breisacher Helios Rosmann Klinik. Mit dieser Entscheidung wird ein Standort geschlossen, der wichtig… Weiterlesen
Gegen rechte Meinungsmache kommt man immer schwerer an. Zur Macht privater Medienkonzerne gesellen sich heute rechte Influencer und Social-Media-Blasen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hingegen haben ihren Bildungsauftrag weitgehend aufgegeben und sich auf seichte Unterhaltung verlegt. Auf unserer Veranstaltung wollen wir diskutieren,… Weiterlesen
Unser Bundestagsabgeordneter Vinzenz Glaser schreibt gemeinsam mit Cansu Özdemir, Max Lucks, Lear Reisner, Charlotte Neuhäuser und Maren Kaminski an den Botschafter der Republik Ecuador. Weiterlesen
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Bezahlkarte für Geflüchtete eingeführt – und nun soll auch die Stadt Freiburg mit einer förmlichen Anweisung gezwungen werden, diese diskriminierende Maßnahme zu übernehmen. Damit soll die Stadt nach bisheriger Ablehnung der Bezahlkarte auf Weisung aus Stuttgart ein Instrument umsetzen, das geflüchteten… Weiterlesen
Für Soziale Gerechtigkeit und eine Stadt für alle - Linke Liste und Die Linke unterstützen die Kandidatur von Monika Stein zur Oberbürgermeister-Wahl 2026 Weiterlesen
Pressemitteilung Freiburg, 14. Juli 2025 Die Kreisverbände der Linken Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut wählen Kandidat*innen für die Landtagswahl 2026: Sarah Schnitzler und Sebastian Böhm treten für soziale Gerechtigkeit, gute Bildung und gegen hohe Mieten im Ländle an! Weiterlesen
Kommentare unserer Mitglieder
Wohin treibt die SPD?
DR.PETER BEHNEN
DIE LINKE FREIBURG
WOHIN TREIBT DIE SPD? (1)
Die SPD hat einen beispiellosen Absturz seit den Bundestagswahlen 1998 bis heute zu verzeichnen. Während sie 1998 noch knapp 41 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigen konnte, waren es 2025 nur noch etwas mehr als 16 Prozent. Bei den Ursachen für diese Entwicklung muss zwischen externen und internen Faktoren unterschieden werden. Zu den externen Ursachen werden durch die Parteien- und Wahlforschung folgende Punkte herausgearbeitet:
1.Der Wertewandel in der Gesellschaft.
2. Die Veränderung in den sozialen Verhältnissen der Gesellschaft.
3. Die Pluralisierung der Lebensentwürfe der Gesellschaftsmitglieder.
4. Die Liberalisierung und Globalisierung des Wirtschaftslebens.
Es ist allerdings von besonderer Wichtigkeit auf die internen Ursachen für die Talfahrt der SPD hinzuweisen. Damit sind die Fehler, Versäumnisse und Schwachpunkte der SPD-Politik und Programmatik gemeint.
Der erste auffällige Absturz der SPD erfolgte zwischen 2005 und 2009. Die Bundestagswahl 2009 stand ganz im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise, also der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die SPD agierte weiter mit einer neoliberalen Politik, repräsentiert von einer Gruppe um Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück. Die führenden Kräfte der SPD dachten nicht daran, ihre neoliberale Orientierung aufzugeben, um eine Politik und Programmatik durchzusetzen, die ein eindeutiger Kontrapunkt zur CDU/CSU gewesen wäre. Eine deutliche Regulierung und Kontrolle des Wirtschaftslebens wäre die richtige Alternative gewesen.
Der zweite große Absturz der SPD erfolgte bei der letzten Bundestagswahl. Die Forschungsgruppe Wahlen stellte fest, dass die 16 Prozent Wählerstimmen für die SPD vor allem daher rührte, dass die SPD massiv in allen sozialen Gruppen an Zuspruch verloren hat. Das gilt für Arbeiter, Angestellten, Beamten, Selbstständigen, Arbeitslose und Rentner und sogar Gewerkschaftsmitglieder. Da Arbeiter und Gewerkschaftsmitglieder lange Jahre die tragenden Wählerschichten der SPD gewesen sind, ist für 2025 feststellbar, dass Arbeiter die AFD zu 30 Prozent und Gewerkschaftsmitglieder zu 22 Prozent wählten. Offenbar wurde die SPD immer weniger als Repräsentantin der gewerkschaftlich orientierten Arbeitnehmerschaft wahrgenommen. Die ehemals linke Reformpartei SPD folgt offensichtlich keiner klaren gewerkschaftsorientierten Programmatik mehr und wird wohl eher von dem Streben nach Macht und Einfluss bestimmter Mandatsträger geleitet. Es fehlt auch offensichtlich die Einsicht in grundlegende Strukturen und Entwicklungen der kapitalistischen Gesellschaft. Nur dann ist es möglich, gesellschaftspolitische Alternativen zur augenblicklichen Wirtschaftsordnung aufzuzeigen. Notwendig wäre eine Politik, die Schritt für Schritt soziale Reformen durchführt, insbesondere die Korrektur der unsozialen Einkommens -und Vermögensverhältnisse, mit der Perspektive einer Überwindung der kapitalistischen Grundstrukturen der Gesellschaft. Eine Politik, die in diese Richtung geht, kann nur mit Bündnispartnern außerhalb der aktuellen Regierungskoalition geschehen. Diese Bündnispartner sind nach Lage der Dinge linke Teile der Partei Die Grünen und die Partei Die Linke sowie fortschrittlicher Organisationen des alternativen Spektrums, die an einer linken Reformpolitik orientiert sind. Eine solche Bündnispolitik und Reformpolitik wird nur Erfolg haben, wenn sich mehrheitlich die Erkenntnis in der Bevölkerung durchsetzt, dass diese Gesellschaft nur begrenzten sozialen Schutz bieten kann und eine grundlegende Strukturveränderung des Kapitalismus notwendig ist.
(1)Der Aufsatz hat als Grundlage den Text von Richard Stöss: Der Niedergang der SPD, Hamburg 2025, S.51-57.



