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Nachrichten aus dem Kreisverband


Dr.Peter Behnen

Klassenpolitik versus Identitätspolitik?

Dr. Peter Behnen

Die Linke Freiburg

 

Klassenpolitik versus Identitätspolitik?

 

Die Klassenanalyse entlang der unterschiedlichen Klassen der bürgerlichen Gesellschaft führt dazu, dass gezeigt wird, dass die Mitglieder der verschiedenen Klassenabteilungen ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen des Kapitalismus aufsitzen und entsprechende Illusionen über die Entwicklungsfähigkeit des Kapitalismus entwickeln können. Es kommt hinzu, dass die Bewusstseinsformen, die sich aus ihrer Stellung im Reproduktionsprozess ergeben, durch private Vermögensbildung, Familie, Freizeit und Traditionen modifiziert werden können. In diesem Zusammenhang entstanden Bewegungen, die für die Anerkennung vielfältiger Identitäten eintreten, häufig auch als „progressiver Neoliberalismus“ bezeichnet. Als Ziel wird ein Miteinander propagiert, befreit von patriarchalem, sexistischem, rassistischem und umweltfeindlichem Verhalten. Der Begriff Identitätspolitik hat seinen Ursprung in der krassen Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung in den USA. Er fand internationale Verbreitung durch den Kampf gegen Diskriminierung verschiedenster Art. Viele soziologische Untersuchungen zeigen inzwischen, dass auch die Lohnabhängigen heute alles andere als homogen leben, also ganz unterschiedliche Lebensstile haben. Anders als früher können sich heute viele Lohnabhängige mehr leisten und können dadurch verschiedene Lebensstile entwickeln. Auch Industriearbeiter, prekär Beschäftigte oder Arbeitslose können Diskriminierungen erfahren, die nicht direkt mit ihrem Status im Reproduktionsprozess zu tun haben. Das heißt, linke Politik hat sensibel auf Diskriminierungen zu reagieren, soziale und ökologische Ziele sollten nicht in einen Gegensatz zu Abstammung, Religion, Geschlechtszugehörigkeit, sexueller Orientierung etc. gebracht werden. Individualität in einen Gegensatz zu solidarischem Handeln zu stellen führt in eine Sackgasse. Daher sollte gelten: Wenn linke Politik erfolgreich sein will, müssen Klassenpolitik und Identitätspolitik zusammengebracht werden.

 


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Dr.Peter Behnen

Klassenpolitik versus Identitätspolitik?

Dr. Peter Behnen

Die Linke Freiburg

 

Klassenpolitik versus Identitätspolitik?

 

Die Klassenanalyse entlang der unterschiedlichen Klassen der bürgerlichen Gesellschaft führt dazu, dass gezeigt wird, dass die Mitglieder der verschiedenen Klassenabteilungen ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen des Kapitalismus aufsitzen und entsprechende Illusionen über die Entwicklungsfähigkeit des Kapitalismus entwickeln können. Es kommt hinzu, dass die Bewusstseinsformen, die sich aus ihrer Stellung im Reproduktionsprozess ergeben, durch private Vermögensbildung, Familie, Freizeit und Traditionen modifiziert werden können. In diesem Zusammenhang entstanden Bewegungen, die für die Anerkennung vielfältiger Identitäten eintreten, häufig auch als „progressiver Neoliberalismus“ bezeichnet. Als Ziel wird ein Miteinander propagiert, befreit von patriarchalem, sexistischem, rassistischem und umweltfeindlichem Verhalten. Der Begriff Identitätspolitik hat seinen Ursprung in der krassen Benachteiligung der schwarzen Bevölkerung in den USA. Er fand internationale Verbreitung durch den Kampf gegen Diskriminierung verschiedenster Art. Viele soziologische Untersuchungen zeigen inzwischen, dass auch die Lohnabhängigen heute alles andere als homogen leben, also ganz unterschiedliche Lebensstile haben. Anders als früher können sich heute viele Lohnabhängige mehr leisten und können dadurch verschiedene Lebensstile entwickeln. Auch Industriearbeiter, prekär Beschäftigte oder Arbeitslose können Diskriminierungen erfahren, die nicht direkt mit ihrem Status im Reproduktionsprozess zu tun haben. Das heißt, linke Politik hat sensibel auf Diskriminierungen zu reagieren, soziale und ökologische Ziele sollten nicht in einen Gegensatz zu Abstammung, Religion, Geschlechtszugehörigkeit, sexueller Orientierung etc. gebracht werden. Individualität in einen Gegensatz zu solidarischem Handeln zu stellen führt in eine Sackgasse. Daher sollte gelten: Wenn linke Politik erfolgreich sein will, müssen Klassenpolitik und Identitätspolitik zusammengebracht werden.

 

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Tel: 0761-29 28 07 30
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