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Nachrichten aus dem Kreisverband


Obdachlosigkeit und neuer Haushalt – Weniger Verdrängung, mehr Angebote!

Obdachlosigkeit nimmt stetig zu, findet aber viel zu wenig Beachtung in der Stadtpolitik", so Angelina Flaig, vom Arbeitsausschuss der Linken Liste. "Im Hinblick auf die Haushaltsberatungen, fordern wir mehr finanzielle Anstrengungen, um die Situation von obdachlosen Menschen in Freiburg spür- und sichtbar zu verbessern. Im Haushalt muss mehr Geld für die Unterbringung, für psychosoziale Beratung und passende Tagesangebote eingestellt werden."

Schluss mit der Vertreibung aus der Innenstadt

Die Stadtverwaltung betreibt eine Vertreibungspolitik, die Obdachlosen das Nächtigen in der Innenstadt verbietet. Diese Verbot, das schon länger besteht, wird seit dem Frühjahr 2016 per Verordnung durch die Stadtverwaltung durchgesetzt. Als Linke Liste haben wir dieses Vorgehen schon immer scharf kritisiert. „Eine solche Politik ist unmenschlich. Für die mindestens 800 Personen ohne festes Obdach in der Stadt gibt es gerademal 540 Schlafplätze“, kritisiert Kilian Flaig. "Auch die 160 - von der Stadt gefeierten - weitere Plätze im kommenden Jahr, decken einfach nicht den Bedarf!“

Passende Angebote schaffen

Es braucht dringend ausreichend Schlaf- und Unterbringungsmöglichkeiten, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden. Manche der Betroffenen brauchen intensive Betreuung oder sogar Pflege. Die Bedürfnisse der Menschen müssen ernster genommen werden. Dazu gehört auch, dass Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden, wo Menschen mit ihren Hunden untergebracht werden können. Das Fehlen dieser darf Obdachlose und ihre tierischen Gefährten nicht dazu zwingen auf der Straße zu schlafen.

Unterbringung und Betreuung verbessern

Die Obdachlosigkeit in Freiburg wird weiter zunehmen. Steigende Mieten, auslaufende Mietpreisbindungen und zu wenig sozialer Wohnungsbau macht es Obdachlosen nahezu unmöglich zu Marktbedingungen eine bezahlbare und passende Wohnung zu finden. Fehlender Wohnraum ist aber nicht das einzige. Obdachlosigkeit zu überwinden ist wesentlich komplexer.

In einem Gespräch der Linken Liste mit Betroffenen und der Ombudsstelle für wohnungslose Menschen wurde klar, dass es auch mehr psychosoziale Beratung braucht. Auch die Tagesangebote, die derzeit stark genutzt werden, müssen weiter ausdifferenziert werden. Die Linke Liste fordert die Stadt auf, im Rahmen der Haushaltsberatungen, aktiv auf die freien Träger, die Verantwortlichen in der Wohnungslosenhilfe und auf die Betroffenen zuzugehen und gemeinsam den konkreten Bedarf zu ermitteln.


Kontakt

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