Aktuelles aus dem Kreisverband
Ab dem 12.06.2026 eröffnet unsere Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerung. Wir informieren über die neue Gesetzgebung, den freiwilligen Wehrdienst, eine mögliche künftige Wehrpflicht und die Folgen der neuen Gesetze im Spannungs- oder Verteidigungsfall (besonders für Menschen mit männlichen Geschlechtseintrag bis 45 Jahre, die nicht… Weiterlesen
Die nächsten Nachbarschaftsküchen stehen fest: 21.03. 12-14 Uhr in Weingarten, beim EKZ 28.03. 12-14 Uhr in Landwasser, beim EKZ Weiterlesen
Mittwoch, 25.02. 16:00 Uhr Betzenhauser Torplatz Am vergangenen Samstag wurde eine öffentlich installierte Lichtinstallation am Betzenhauser Torplatz, die anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan angebracht worden war, von bislang unbekannten Tätern beschädigt. So wurden mehrere Kabel der Beleuchtung durchtrennt und zudem ein Banner… Weiterlesen
Mach mit bei unserer Haustüraktionswoche vom 7.-15. Februar! Weiterlesen
Heidi Reichinnek mit Sarah Schnitzler und Sebastian Böhm im Gespräch Die Mieten im Land explodieren. Bus und Bahn sind zu teuer. In Kitas und Pflege fehlen tausende Stellen. Kriege und Despoten bedrängen die Welt. Doch die grün-schwarze Landesregierung blockiert echte Verbesserungen für die Menschen, während Rüstungskonzerne und Immobilienhaie… Weiterlesen
Mit klaren Worten kritisieren die Sprecher*innen der Kreisverbände der Partei Die Linke Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg sowie die Landtagskandidat*innen Eric Waibel, Sarah Schnitzler und Sebastian Böhm die heute verabschiedete Schließung der Breisacher Helios Rosmann Klinik. Mit dieser Entscheidung wird ein Standort geschlossen, der wichtig… Weiterlesen
Gegen rechte Meinungsmache kommt man immer schwerer an. Zur Macht privater Medienkonzerne gesellen sich heute rechte Influencer und Social-Media-Blasen. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hingegen haben ihren Bildungsauftrag weitgehend aufgegeben und sich auf seichte Unterhaltung verlegt. Auf unserer Veranstaltung wollen wir diskutieren,… Weiterlesen
Unser Bundestagsabgeordneter Vinzenz Glaser schreibt gemeinsam mit Cansu Özdemir, Max Lucks, Lear Reisner, Charlotte Neuhäuser und Maren Kaminski an den Botschafter der Republik Ecuador. Weiterlesen
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat die Bezahlkarte für Geflüchtete eingeführt – und nun soll auch die Stadt Freiburg mit einer förmlichen Anweisung gezwungen werden, diese diskriminierende Maßnahme zu übernehmen. Damit soll die Stadt nach bisheriger Ablehnung der Bezahlkarte auf Weisung aus Stuttgart ein Instrument umsetzen, das geflüchteten… Weiterlesen
Für Soziale Gerechtigkeit und eine Stadt für alle - Linke Liste und Die Linke unterstützen die Kandidatur von Monika Stein zur Oberbürgermeister-Wahl 2026 Weiterlesen
Kommentare unserer Mitglieder
DIE AFD-EINE ARBEITERPARTEI?
DR.PETER BEHNEN
DIE LINKE FREIBURG
DIE AFD-EINE ARBEITERPARTEI UND PARTEI FÜR EINE SOZIALE ERNEUERUNG? (1)
Offensichtlich ist, dass die AFD von überdurchschnittlich vielen Arbeitern gewählt wird. Das lässt sich an den Ergebnissen der jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ablesen. Auch aktuelle Umfragen zeigen, dass die AFD in der Gunst der Wählerinnen und Wähler sich inzwischen auf der Höhe der CDU befindet. Es ist deshalb aus Sicht der Linken notwendig zu untersuchen, ob die AFD in ihrer Programmatik und politischen Praxis elementaren Interessen der Lohnarbeit entspricht.
Wäre die AFD eine Partei der Lohnarbeiterinnen und Lohnarbeiter müsste sie dafür Sorge tragen, dass Gewerkschaften, Mitbestimmung und Tarifautonomie gestärkt würden und müsste Ausbeutung und Entfremdung klar benennen. Allerdings macht sich die AFD und ihre Organisationen zur Speerspitze eines Angriffs auf die Arbeit und die Gewerkschaften. Zu den Organisationen der AFD gehören Pseudogewerkschaften wie das „Zentrum“, das „Bündnis freie Betriebsräte“ oder die „IG Beruf und Familie.“ Ein solcher Angriff wird gegenwärtig ebenso von Teilen der kapitalistischen Eliten gefahren. Die AFD vertritt marktradikale Positionen und vollzieht eine Abwendung von der sozialen Klassenfrage. Es geht nicht mehr um Umverteilung des Volksvermögens, sondern um eine Ethnisierung der sozialen Frage. Bernd Höcke von der AFD ist da eindeutig: „Es geht nicht mehr primär um die Verteilung des Volksvermögens von oben nach unten, oder von unten nach oben oder von jung nach alt…Es dürfen nicht länger Millionen ausgegeben werden für eine Politik, die nicht im Interesse des deutschen Volkes liegt.“ (2) Gemeint sind offensichtlich vermeintlich Leistungsunwillige und Bevölkerungsgruppen, die angeblich nicht integrierbar sind und aus der Volksgemeinschaft auszuschließen sind. Bekanntlich scheut sich die AFD-Vorsitzende Alice Weidel auch nicht, die Remigration von Menschen ins Auge zu fassen. Das Interesse am Statuserhalt der Lohnabhängigen, ein legitimes und wichtiges Interesse, wird bei der AFD
(1)Der Aufsatz hat als Grundlage den Text von Klaus Dörre: Die AFD-keine Arbeiterpartei, Sozialismus 5/26, Hamburg, S.13-19.
(2) Bernd Höcke, Die neue soziale Frage, Schweinfurt 2016, zitiert aus Sozialismus 5/26, Hamburg, S.13-19.
zu einer völkisch-nationalen Angelegenheit erklärt.
Programmatisch stellt sich die AFD also als marktradikale Partei mit nationaler Orientierung dar. Sie will zur Marktwirtschaft der Vergangenheit mit klarer Orientierung auf das Unternehmertum zurück. Wesentliche Programmpunkte der AFD sind:
1.Steuerliche Entlastungen vor allem durch eine Entlastung von insbesondere der Unternehmen.
2.Eine Begrenzung der Migration und Verschärfungen beim Bürgergeld insbesondere bei Menschen aus dem Ausland.
3. Die AFD bestreitet einen menschengemachten Klimawandel und fordert eine Rückkehr zu fossilen Energieträgern und zur Kernkraft.
4.Die AFD fordert in den Bundesländern weitreichende Änderungen im Bildungswesen, die von vielen Kritikern als verfassungsfeindlich angesehen werden.
5. Die AFD will soziale Verbesserungen, auch bei Rentnerinnen und Rentnern, allerdings mit ultraliberalen Mitteln, das heißt, mit einer Kapitaldeckung und niedrigen Steuersätzen und einer Flattax.
Die AFD will auf diese Weise die Wirtschaft wieder ankurbeln ohne die Privilegierung der Vermögenden und SpitzenverdienerInnen abzubauen. Auf diese Weise präsentiert sich die AFD als die eigentlich konservative Partei mit rechtspopulistischen und teilweise faschistischen Tendenzen. Sie stellt sich jedoch als Schutzorganisation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern dar und kann auf verbreiteten Vorurteilen, die in Teilen der Bevölkerung existieren, aufbauen.
Diese Vorurteile sind zum Beispiel:
1.Es liegt angeblich eine Überfremdung des Landes vor.
2. Es liegt angeblich eine Regulierungswut beim Arbeitsleben und Klimaschutz vor.
3.Es sei ein Schutz vor angeblich Arbeitsunwilligen und Menschen, die angeblich den Sozialstaat ausnutzen, vonnöten.
An dieser Stelle ist es nun Aufgabe von Gewerkschaften, progressiven Organisationen und vor allem auch unserer Linkspartei, diesen Vorurteilen mit gut begründeten Argumenten zu begegnen und Schritt für Schritt auf soziale Veränderungen in Richtung auf eine solidarische Gesellschaft hinzuarbeiten. Dabei ist von großer Wichtigkeit, dass alle progressiven Kräften in eine Bündnispolitik eingebunden werden. Nur so wird es gelingen, die politischen Kräfteverhältnisse in eine soziale Richtung zu verschieben.


