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Nachrichten aus dem Kreisverband


Für ein Leben vor dem Tunnel

Werktags über 35.000 KFZ, davon ca. 3.800 schwere LKWs (Stand: Juni 2015) am Dreisamufer und in der Schwarzwaldstraße zwingen zum Handeln. Laut Prognose wird die Belastung weiter steigen (+40% von 2010 bis 2030). Die Forderungen der Gruppe "forum dreisamufer" sind berechtigt. Unabhängig vom Bau eines Stadttunnels, bedarf es jetzt verkehrsbeschränkender und verkehrsberuhigender Maßnahmen.

Die festgestellten Lärm, Feinstaub- und Erschütterungsbelastungen stellen eine erhebliche Gefahr für die AnwohnerInnen dar. Das darf man nicht ignorieren oder mit dem Verweis auf einen in vielleicht 10 oder 20 Jahren realisierbaren Stadttunnel ad acta legen. Stadt und Gemeinderat sind aufgerufen, alle zur Verfügung stehenden kommunalen Mittel zu nutzen, um jetzt eine Lösung zu finden. Vorschläge liegen auf dem Tisch: 1. Generelle Tempobeschränkung auf 30km/h, 2. Nachtfahrverbot für schwere LKWs und 3. Engmaschige und fortwährende Überwachung dieser Regelungen. Auch wenn immer wieder Gegenteiliges behauptet wird: Die Straßenverkehrsordnung ermöglicht solche Beschränkungen bei bestehenden Gesundheitsgefahren für Anwohner.

Natürlich geht das nur im Verbund mit dem Umland. Niemand will schwere LKWs durchs Glottertal schicken. Die Region braucht eine gemeinsame Verkehrspolitik mit einer Gesamtstrategie, um Extrembelastungen einzelner Orte zu vermeiden. Temporäre LKW-Durchfahrtsverbote sind möglich und vielerorts das einzige Mittel, den LKW-Verkehr einzudämmen, umzulenken oder noch besser auf die Schiene zu zwingen. Warum sollen wir in Freiburg nicht den Anfang machen? Mindestens einen zeitlich beschränkten Versuch für ein LKW-Fahrverbot in der Nacht (z.B. ab 12t) könnte und sollte die Stadt mit Zustimmung der Regierungspräsidentin jetzt wagen.

 


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